Der Hüttenwirt des höchsten Cafés der Alpen

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Auf zum Sepp: Das Pitztal hoch und auf dem Dach Tirols den Überblick genießen

Der 54-jährige „Hüttenwirt“ gibt dem trendigen Café 3440 die Seele und beschert Wintersportlern in Österreichs höchster Einkehr besondere Momente. Wer hat’s gefunden? Ganz sicher der Sepp. Er ist angekommen, an einem der schönsten Arbeitsplätze der Welt. Wenn er morgens hochfährt, begrüßt er seine Lieben. Alle. Von der Zugspitze über die Allgäuer Alpen und die Silvretta-Gruppe bis zum Rosengarten, den Ötztaler und Stubaier Alpen. Und natürlich die Wildspitze, den mit 3774 Metern zweithöchsten Berg in ganz Österreich, der vor seiner Terrasse den Himmel kratzt. Erst dann bereitet er den Tag vor im Café 3440, der höchsten Einkehr des Landes und dem First des Pitztals, das als Dach Tirols bekannt ist. „Ein Moment des Innehaltens muss sein“, sagt der 54-Jährige, der unten im Tal aufgewachsen und jetzt meist ganz oben ist. Und der sich immer wieder freut, wenn Gäste genauso empfinden wie er. Mit seiner Begeisterung gibt er dem trendig-coolen Café 3440, das wie ein futuristischer Adlerhorst auf dem Fels thront, die Seele und schärft den Blick für die Einzigartigkeit des Ortes. Zum höchsten Punkt des Pitztaler Gletschers kommen neben Wintersportlern auch viele Ausflugsgäste, um in stylischem Ambiente bei Latte Macchiato und Prosecco das einzigartige Panorama zu genießen. Gern erklärt Sepp, wo welcher Berg ist und welche Abfahrt heute das Nonplusultra. Selbstverständlich kennt der Restaurantleiter, der sich selbst bewusst als „Hüttenwirt“ bezeichnet, auch alle Varianten und weiß, wann man sie fahren kann. Aber bitte: Unter der Mittelbergbahn nur durch, wenn keine Lawinengefahr besteht und die legendäre Taschachtal-Route wegen der Gletscherspalten am besten mit Guide. Im Zweifel ruft Sepp kurz seinen Bruder Fredl an, der in der Lawinenkommission ist und Wetter- und Schneelage genauestens im Blick hat. Insgesamt gilt das Pitztal, das umgeben von steil aufragenden Felsriesen zwischen Ötztal und Kaunertal liegt, nach wie vor als Geheimtipp für naturverbundene Wintersportler, die unverfälschte Herzlichkeit, dörfliche Strukturen und familiäre Atmosphäre schätzen. Und wo Freeride-Freaks ebenso ihr Paradies finden wie Eltern mit Kindern, die Schneeballschlacht und Pistenspaß auch bei Wärmeeinbrüchen zu Weihnachten auf keinen Fall missen möchten.

„Auf 1600 Metern Talhöhe haben wir fast immer Winter“, so Sepp. Ihm selbst sind sieben Monate eigentlich zu viel, aber so ist das nun mal hinten im Inner-Pitztal. Schon im September kommen
die Ski-Nationalmannschaften aus Österreich, Deutschland, Russland, Ukraine, Polen, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern, um auf dem Gletscher zu trainieren. Urlauber teilen sich
derweil die Gondeln mit den internationalen Top-Athleten, die je nach Tagesform mal mehr, mal weniger gesprächig sind. Die Trainer kehren zwischendurch gern bei Sepp auf dem Dach Tirols
ein, der zahlreiche Stammgäste zählt und auf Augenzwinkern reagiert, weil er ihre Gewohnheiten kennt. Den Sektkübel für den tschechischen Geschäftsmann, Cappuccino und Nussecke für die
Dame aus dem Allgäu. Schon als Kind hat Sepp alias Josef Eiter im elterlichen 4 Sterne-Hotel mitgeholfen. Das steht in Tieflehen, einem 50-Einwohner-Ort kurz vorm Talschluss, wo sich vor gut 100 Jahren noch Hirsch und Murmeltier gute Nacht sagten. Bis Sepps Urgroßvater auf der Suche nach einer neuen Existenz des Weges kam und hier das erste Haus errichtete. Pensionen, Gaststätten, sogar ein Reitstall: Sepps Brüder, die Schwester, Neffen und Nichten führen derweil die Geschäfte in „Eiter City“. Er selbst geht es inzwischen ruhiger an – und genießt den Überblick auf dem Dach Tirols.

Das Cafe 3440 im Pitztal

Blick auf das Cafe 3440 (c) TVB Pitztal

Skifahren im Pitztal

Das Pitztal, das Dach Tirols, ist aufgrund seiner Höhenlage eines der wenigen wirklich schneesicheren Skigebiete im gesamten Alpenraum. Der Pitztaler Gletscher, der höchste in ganz Österreich, hat von September bis Mitte Mai geöffnet. Mit dem Gletscher verbunden ist das Skigebiet Riffelsee, das mit seinen steilen Abfahrten Fortgeschrittene lockt. Der Hochzeiger liegt ein paar Kilometer weiter talauswärts und punktet vor allem als Familien-Skigebiet mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Pistenrand und mittendrin im Schneeparadies. Erwachsene zahlen für den Tagesskipass Gletscher und Riffelsee ab 40 Euro, fürs Skigebiet Hochzeiger ab 35 Euro. Die Pitz Regio Card, die für alle Pitztaler Pisten gilt, gibt es ab drei Tagen und kostet in dieser Version ab 117 Euro bzw. 70 Euro.

Cafe 3440

Auffahrt zum höchsten Cafe der Alpen (c) TVB Pitztal

Video Café 3440

Bilder Café 3440

 

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Café 3440 - seit November 2012 hat der Pitztaler Gletscher – an sich schon ein außergewöhnliches Naturerlebnis – ein weiteres Highlight zu bieten: das Café 3.440 – ohne Übertreibung eines der schönsten Panoramen der Alpen! Das Café wurde im Rahmen der Bauarbeiten für die neue Wildspitzbahn mitkonzipiert, verschönert die Bergstation und verstärkt die Gastronomie am Pitztaler Gletscher. Die neue Wildspitzbahn ist der Neubau der Pitz Panoramabahn und die höchste Seilbahn Österreichs. Die Doppelmayr Gondeln verfügen über Sitzheizungen und bringen unsere Gäste in ca. 6 min auf den Hinteren Brunnenkogel. Für das äußerst gelungene Design zeichnen sich die Architekten von Baumschlager Hutter Partners verantwortlich. Bei den ausführenden Arbeiten sowie bei der Seilbahntechnik leisteten die Firmen Melzer & Hopfner Ingenieur, Doppelmayr Seilbahnen, Hoch-Tief-Bau Imst, Siemens und Teufelberger großartige Arbeit.

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  1. Pingback: Frauen-Power im Pitztal: „Safe on Snow“-Workshop mit Profi-Freeriderinnen - Skifahren Tips

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